Beschreibung

Das MORSE System erfüllt alle Anforderungen, die heutzutage auf moderne Funkdatennetzwerke gestellt werden:

  1. Paketvermittlung.Ein paketorientiertes Netzwerk ist für sehr häufige Übertragung von kurzen Nachrichten wesentlich effektiver als leitungsorientierte Systeme, denn bei diesen ist die Herstellung der Verbindung sehr zeitaufwendig (bis zu einigen Sekunden), was für kurze Nachrichten nicht akzeptabel ist. In einem paketorientierten Netz kann ein Netzpunkt im Vergleich zu den leitungsorientierten Systemen Pakete von mehreren Absendern „gleichzeitig“ empfangen.
  2. Verteilte Intelligenz.Alle Punkte im MORSE System sind gleichwertig – es ist kein aufwendiges Steuerzentrum des Netzwerks oder Hauptkonverter erforderlich. Jeder Punkt im Netzwerk kann gleichzeitig als ein Repeater-Punkt, in mobilen Anwendungen als ein Basispunkt dienen.
  3. Antikollisionssystem.MORSE verfügt über ein hochleistungsfähiges Antikollisionsprotokoll auf dem Funkkanal. D.h. im Netzwerk kann sowohl ein Master-Slave-Algorithmus vom Zentrum betrieben werden als auch gleichzeitig ein beliebiger Netzpunkt kann mit jeder Gegenstation beliebig kommunizieren. Bei jedem Netzknoten bzw. jeder Anwenderschnittstelle können zudem Algorithmen für den Zugriff auf den Funkkanal einschließlich Prioritäten individuell definiert werden.
  4. Übertragungsgeschwindigkeit.Hohe Übertragungsgeschwindigkeit = hohe Übertragungskapazität und -zuverlässigkeit. Dadurch, dass einzelne Nachrichten über eine kürzere Zeit übertragen werden, wird auch das Risiko von Signalstörungen reduziert. Die Modulationsrate der MORSE Funkmodems liegt für die jeweilige Bandbreite immer an der Grenze der physikalischen Möglichkeiten: 12,5kHz/10,84kbps, 25kHz/21,68kbps, 200kHz/133kbps, 500kHz/196kbps.
  5. Umschaltzeit Empfang/Sendung.Dieser Parameter hat in paketorientierten Halb-Duplex-Netzwerken grundsätzliche Bedeutung im Hinblick auf den Zeitverlust bei der Übertragung jeder Nachricht (jedes Pakets) und damit Einfluss auf die gesamte Systemkapazität. Der Zeitverlust durch die Umschaltzeit ist außerdem maßgeblich, wenn ein Paket wiederholt gesendet wird. Die Umschaltzeit bei einem hochwertigen Modem sollte nicht mehr als 10 ms betragen. Alle Funkmodems im MORSE System erreichen eine Umschaltzeit unter 1,5 ms!
  6. Herstellung hybrider Netzwerke (Einbindung von anderen Übertragungsmedien).In das MORSE Netzwerk kann jedes beliebige Übertragungsmedium (LAN, WAN, GPRS, Satellit, usw.) eingebunden werden, insbesondere wenn IP Protokolle einschließlich Internet benutzt werden.
  7. Höhere Anzahl von Anwenderschnittstellen.Durch mehr Anwenderschnittstellen am Funkmodem können mehr Kundengeräte (des gleichen oder unterschiedlichen Typs) bei gleichen Kosten angeschlossen werden. Es sind bis zu 4 serielle Ports, 2x Ethernet, integrierte GPS und Modul mit digitalen und analogen Ein-/Ausgängen bei den Funkmodems vorhanden.
  8. Protokolle an der Anwenderschnittstelle.Im MORSE System sind Dutzende Protokolle unterschiedlicher Hersteller einschließlich spezieller Betriebsarten an der Anwenderschnittstelle implementiert. Es besteht die Möglichkeit ein virtuelles Bild des Zustands von PLC-Automaten im gesamten Netzwerk in der Netzwerkzentrale zu erstellen.
  9. Konfiguration.Sämtliche Konfigurationssoftware für das MORSE System ist für alle Anwender zugänglich und wird für MS Windows sowie Linux kostenlos zur Verfügung gestellt. Das MORSE System ermöglicht die Durchführung von jeglichen Änderungen auch per Fernzugriff (über das Netz) ohne direkte Drahtverbindung mit dem Funkmodem, das konfiguriert wird.
  10. Diagnose über das Netzwerk.Beim MORSE System kann manuell oder automatisch (mit der RANEC Überwachungssoftware) die Übertragungsqualität per Fernzugriff laufend überwacht sowie das Netzwerk optimiert und eingestellt werden. In den HW-Komponenten des MORSE-Systems sind Statistiken (Informationen über Anzahl und Größe der gesendeten/empfangenen Pakete, Anzahl wiederholter/verlorener Pakete auf jeder einzelnen Leitung, Funkqualität von benachbarten Stationen) typischerweise mit 3-Tage-History zugänglich.
  11. Fernüberwachung über das Hotline-Servicecenter.Wenn der Betreiber keine eigenen Service- und Diagnoseleistungen selbst ausführen möchte, kann sich der lokale MORSE System Händler beziehungsweise RACOM nach Absprache in die Netzwerke seiner Kunden über Internet, Telefonleitungen, GPRS u.ä. (mit Hilfe des MRemote Moduls) einloggen. In der Tschechischen Republik kann das durch RACOM betriebene öffentliche Telekommunikationsnetz MODANET im 400 MHz Band für die Überwachungs- und Serviceleistungen genutzt werden.
  12. Testen und Überwachen der Qualität einzelner Verbindungen.Die Funkmodems des MORSE Systems sind u.a. mit einer speziellen Software zum Testen und Messen der Datenübertragungsqualität, zur Simulation der Netzwerklast u.ä. ausgerüstet. Das MORSE System misst und speichert ständig (auch beim Abhören der Nachrichten des Anwenderbetriebs) die Hörbarkeit von Nachbarstationen, die Signalstärke, Datenqualität, Interferenzen usw.
  13. Heraufladen von Firmware über das Netzwerk.Der Hersteller stellt allen Anwendern des MORSE Systems sämtliche neuen Firmware-Versionen kostenlos zur Verfügung. Der Upload neuer Firmware-Versionen in die Funkmodems kann auch über das Netzwerk während des laufenden Betriebs erfolgen, ohne dass ein Vor-Ort-Einsatz erforderlich ist.
  14. Mobile Anwendungen.Jedes Funkmodem des MORSE Systems ist so beschaffen, dass es gleichzeitig auch als eine Basisstation für ein mobiles zellulares Netzwerk dienen kann. Das bedeutet, dass in einem durch das MORSE-Netzwerk abgedeckten Gebiet ein mobiles Netzwerk ohne zusätzliche Kosten betrieben werden kann. Das mobile Netzwerk kann unabhängig für jegliche weitere Anwendungen genutzt werden.
  15. Offenheit des Systems.RACOM veröffentlicht kostenlos sämtliche technischen Informationen über das MORSE System und organisiert regelmäßige Anwenderschulungen.
  16. Erfüllung von Normen.Alle MORSE Komponenten erfüllen die europäischen Normen und erhalten die entsprechende Konformitätserklärung. Alle Funkmodems erfüllen die striktesten ETSI EN 300113 für Listen-Before-Transmit-Anlagen und entsprechen auch den Anforderungen der amerikanischen Norm FCC part 90 und der kanadischen Norm RSS 119.

MORSE Guide 1 – introduction to the system
MORSE Guide 2 – mobile mode, diagnostic, …
MORSE Guide 3 – ethernet in MORSE