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MORSE Funkkanal versus GPRS
RACOM in seinem MORSE vSystem nutzt zur Datenübertragung die Funkkanäle mit 12,5 kHz, 25 kHz, 200 kHz, 250 kHz und 500 kHz Bandbreite sowie zugleich das GPRS-System.
RACOM hat also Erfahrungen mit beiden Betriebsweisen sowohl als Hersteller wie auch als Betreiber: seit 1992 produziert und entwickelt RACOM Funkmodems (z.B. MR400), seit 2004 das GPRS Modem MG100 und gleichzeitig seit 1998 betreibt MODANET – öffentliche Dienstleistung der Datenübertragung, wo sowohl Funkmodems als auch GPRS eingesetzt werden.
Vergleich
Im MORSE System sind beide Übertragungskanäle – Funk sowie GPRS – integriert. Dadurch verfügt die Firma RACOM und ihre Partner über viele praktische Erfahrungen, auf deren Grundlage folgender Vergleich entstanden ist. Er kann jedoch nicht für generell oder vorbehaltlos gültig erklärt werden; die Eigenschaften des GPRS-Systems können sich bei einzelnen GSM-Netzbetreibern unterscheiden und in der Zeit ändern.
| MORSE Funkkanal | GPRS | |
|---|---|---|
| Entwickelt und bestimmt für | Datenübertragung mit minimaler Antwortzeit und maximaler Zuverlässigkeit | Internet-Zugang bzw. Ausnutzung der freien Kapazität des GSM-Netzwerks |
| Priorität der Dienstleistung | 100 % - im Netzwerk werden lediglich Daten übertragen und es wird immer für jeweilige Anwendung entworfen | Auf der letzten Stelle:
|
| Zuverlässigkeit | Ausschließlich Datenübertragung => das Netzwerk ist immer für maximale Zuverlässigkeit der Datenübertragung projektiert | Nebendienstleistung => veränderliche Zuverlässigkeit in Abhängigkeit von dem momentanen Zustand des Netzwerks und dessen Auslastung durch primäre Dienstleistungen |
| Sicherheit | Privates Netzwerk | Öffentliches Netzwerk
- Angriffsrisiko - eventuelle Zahlungen für SPAM - eventuelle Abschaltung im öffentlichen Interesse (Terroranschläge u.ä.) |
| Abdeckung | 100 % für die jeweilige Anwendung – das Netzwerk ist immer für konkreten Bedarf entworfen und ausgelegt | Nicht garantiert – hängt von dem momentanen Zustand des Netzwerks ab |
| On-line Verbindung | 100 % - wenn das Funkmodem eingeschaltet ist, ist es ans Netz angeschlossen (keine Initialisationsverbindung mit dem Zentrum) | Das Modul meldet sich nach Einschaltung im Zentrum
- bei keiner Aktivität wird das Modul nach gewisser Zeit abgeschaltet und vor der nächsten Übertragung muss die Anmeldung erfolgen (mehrere Sekunden) + Timeout die Abschaltung kann durch den Betreiber geändert werden |
| Kapazität | Das Netzwerk ist immer für konkreten Bedarf entworfen => ausreichend | GPRS ist eine Nebendienstleistung im GSM-Netzwerk => nicht garantiert |
| Geschwindigkeit | 21.68 kbps (für 25 kHz Kanal) 96 kbps (für 250 kHz Kanal) |
Nicht garantiert - von der momentanen Netzauslastung abhängig |
| Antwort | Typische sowie max. Antwort garantiert | Nicht garantiert |
| Schnittstellen | Alle üblichen Standards + Dutzende Industrie-Protokolle | Bei üblichen GPRS-Modems nur einige gängigste Standards wie z.B. AT Hayes, PPP (MG100 hat dieselben Schnittstellen wie MR400) |
| Investitionskosten | Höher – Ratenzahlungen möglich | Niedriger |
| Betriebskosten | Im voraus klar gegeben
- sie hängen nicht von dem übertragenen Datenvolumen ab |
Im voraus nicht klar
- sie hängen von dem übertragenen Datenvolumen ab + Zeittariffenster, das durch den Betreiber geändert werden kann |
| Aufbaudauer | Länger (aufgrund der Messung der Signalqualität für die Gewährleistung der künftigen Zuverlässigkeit) | Kurz |
| Service | Direkt vom Hersteller =>
- individuelle Betreuung - Informationen über die Ursachen des Fehlers, die Art und Zeit dessen Behebung - umfangreiche Anwenderdiagnostik - Kontakt mit den Autoren des Systems möglich |
Allgemein Hot-Line =>
- Massenbetreuung - Anwender wird nicht ausreichend informiert - Anwender ohne die Möglichkeit des Kontakts mit dem Techniker |
